Weichholzauwald

Weichholzauwald


Weichholzauwald

Lebensraum Weichholzauwald

Dank der weit von der Isar abgerückten Deiche konnte ein breiter Auwaldgürtel erhalten bleiben. Auf den häufig überfluteten Standorten - vorwiegend im Uferbereich von Altwassern und in tieferen, häufig überschwemmten Senken - entwickelten sich Weidenwälder. Regelmäßig und langandauernd überflutet die Isar die flussnahe Weichholzaue. Teilweise bis zu 200 Tage im Jahr heißt es "Land unter" in dem bis zu einem Kilometer breiten Vorland zwischen den Deichen. Weiche, leichte Hölzer, wie verschiedene Weidenarten, Grau-Erlen und vereinzelt Schwarzpappeln, haben sich diesen Standortbedingungen angepasst. Sie ertragen die mit langandauernden Überschwemmungen verbundene Zug- und Druckbelastung sowie die Sauerstoffarmut im Wurzelbereich. Außerdem zeichnen sie sich durch Austrieb- und Regenerationsvermögen aus. Das anspruchslose, leicht zu bearbeitende weiche Holz dieser raschwüchsigen und biegsamen Bäume hat dem Lebensraum seinen Namen gegeben. Im nordwestlich gelegenen Teil der Weichholzaue sind noch die flächenmäßig größten Silberweidenauwälder vorhanden.

Hoher und niederer Weidenwald:

Der Baumweidenauwald (Hoher Weidenwald) im Isarmündungsgebiet stockt vorwiegend auf Standorten des Deichvorlandes, die noch regelmäßig überflutet werden. Die prägenden Baumarten sind Silberweide, Fahlweide und Bruchweide sowie Grau-Erle. Allerdings wurden im Isarmündungsgebiet auf großen Flächen Hybrid-Pappeln (Zuchtform) auf Standorte der Weichholzaue gepflanzt. Die eigentlich heimische Schwarz-Pappel ist im Isarmündungsgebiet nur selten zu finden. Der niedere Weidenauwald ist geprägt durch Strauchweiden, wie Mandelweide, Grauweide und Purpurweide. Sie ist vorwiegend im Uferbereich von Altwassern zu finden. Der Weidenauwald weist im Gegensatz zur Hartholzaue keine Strauchschicht auf.